Die schönsten Stauden für Ihren Garten

Verleihen Sie Ihrem Garten eine ganz individuelle Optik durch schöne Stauden. Allen gemein ist, dass sie nur als unterirdische Wurzeln oder Rhizome überwintern und jedes Frühjahr neu austreiben. Während viele Schattenstauden im Frühjahr blühen, stehen ihre Kolleginnen in der Sonne meist erst ab dem Sommer in besonders herrlicher Blüte.

Wir stellen Ihnen die schönsten Stauden für Ihren Garten vor und geben hilfreiche Tipps, wo sie am besten gepflanzt und wie sie gepflegt werden sollten.

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Wiesenknopf

Der Wiesenknopf entfaltet am oberen Ende seiner langen Stiele kleine Blütenköpfchen. In mehreren Arten gepflanzt verleihen diese Stauden Ihrem Gartenbeet eine luftig-lockere Leichtigkeit. Diese unaufdringlich-hübschen Stauden blühen im Frühsommer, das heißt von Juni bis August. Die Blüten der Wiesenknöpfe weisen eine rosa, rote oder auch weiße Färbung auf und wirken besonders attraktiv in Kombination mit Gräsern. Kleinere Arten der Wiesenknöpfe werden bis etwa 30 Zentimeter groß. Die höchsten Arten können sogar knapp 2 Meter erreichen. Am liebsten mögen sie einen sonnigen Standort. Der Boden sollte jedoch nicht zu trocken sein. Auf fettem Boden neigen vor allem die hochwachsenden Arten zum Umfallen. Binden Sie diese Gewächse also lieber an.

 

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Duftnessel

Duftnesseln entfalten sich in drei schönen Farben: blau, violett und weiß. Im Juli, August und September blühen sie am allerschönsten. Sie werden mit 1 bis 1,50 Meter relativ groß. Deshalb eignen sie sich eher für den Hintergrund Ihres Beets. Duftnesseln mögen trockenen Boden und geben sich bereits mit relativ wenig Wasser und Dünger zufrieden. Sie gehören mit 2 bis 5 Jahren Lebensdauer zu den eher kurzlebigen Stauden. Ihre Blütenfülle und die Beliebtheit bei Insekten machen Sie aber dennoch unverzichtbar für das sonnige Stauden-Beet. Die Blätter riechen wunderbar nach Minze und sind sogar essbar. Außerdem punkten die Blüten als wahre Insektenmagnete. Über den Winter können Sie die Duftnesseln ruhig stehen lassen und dann im Frühjahr wieder eine Handbreit über dem Boden schneiden.

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Doldenblütler

Völlig zu Unrecht sind die Doldenblütler eine eher unbeachtete Staudenfamilie. Dabei sind diese Gewächse als fantastische Insektenweide sehr nützlich. Sowohl die Himalaya-Silge als Königin der Doldenblütler als auch die Sterndolde oder der dunkellaubige Wiesenkerbel lassen ihre kleinen Blütendolden regelrecht auf langen Stielen schweben. Ihrem Garten werden diese Stauden deshalb eine wunderschöne Leichtigkeit verleihen. Die gesamte Bepflanzung im Beet wird naturnah aufgelockert und wirkt nicht zu überladen. Besonders natürlich wirken sie im Zusammenspiel mit Gräsern: diese Kombination verleiht Ihrem Garten eine tolle wiesenhafte Ausstrahlung. Die meisten Doldenblütler fühlen sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit frischem Boden am wohlsten. Viele Arten sind eher kurzlebig, erhalten sich aber durch moderate Selbstaussaat und sorgen so für immer wieder neue, spannende Kombinationen. Je nach Art blühen diese Stauden zwischen Mai und August.

 

Glockenblume

Als Allrounder unter den Stauden, gibt es für fast jeden Standort in Ihrem Garten eine passende Glockenblume. Sie fühlen sich je nach Art sowohl im Schatten als auch in der Sonne wohl. Von Juni bis August blühen sie in blau, violett oder weiß. Kleine, polsterbildende Arten mit 10-15 Zentimeter Höhe eignen sich perfekt für den Beet-Vordergrund, während die höheren Arten mit bis zu 1 Meter Wuchshöhe gut im Hintergrund aufgehoben sind. Während einige Arten der Glockenblume es lieber frisch und halbschattig mögen (Wald-Glockenblume), gedeihen andere (Rundblättrige Glockenblume, Karpaten-Glockenblume) auch im Steingarten bei praller Sonnenbestrahlung und auf sehr trockenem Boden. Glockenblumen sind wahre Naturschützer, denn viele Wildbienen fliegen nur auf Glockenblumen! Die hohen Arten schneiden Sie im Frühjahr einfach eine Handbreit über dem Boden zurück.

 

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Wiesenraute

Ähnlich wie die Wiesenknöpfe bestechen die Wiesenrauten mit filigranen Blüten, die auf hohen Stielen tanzen. Diese Stauden sorgen für eine luftig-leichte Lebendigkeit in Ihrem Gartenbeet, denn sie halten sich dezent zurück. Zudem punkten viele Arten zusätzlich durch ihre attraktive blaugrüne Belaubung.  Wiesenrauten wachsen besonders gut auf frischem oder feuchtem Boden, sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Mit der bis zu 2,50 Meter hohen und dennoch standfesten Elin gibt es attraktive Solitärstauden unter den Wiesenrauten, während die meisten Vertreter mit etwas über 1 Meter Wuchshöhe deutlich kleiner bleiben. Die von Juni bis August blühenden Stauden können Sie bis zum Herbst stehen lassen und dann kurz über dem Boden zurückschneiden.

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Bergminze

Als niedrige Begleitstaude verdeckt die Bergminze wunderbar den oft nackt wirkenden unteren Bereich von Rosen. Sie schließt diesen etwa 30-50 Zentimeter hohen Raum besonders gern auf sonnigen, trockenen oder frischen Böden. Bergminzen haben von Juli bis Oktober eine sehr lange Blütezeit. Wenn Sie 3 bis 7 Stück gemeinsam setzen, gibt diese Staude ein wahrlich hübsches Bild in Ihrem Gartenbeet ab. Die meisten Sorten stehen in weißer oder leicht bläulicher Blüte und duften angenehm nach Minze. Verwenden Sie Bergminze sogar als Tee. Und kosten Sie ruhig – die Bergminze ist essbar. Im Gegensatz zu klassischen Minze-Sorten wuchert Bergminze nicht, sondern wächst horstig. Mit Triumphator steht Ihnen außerdem eine sterile Sorte zur Verfügung, die sich nicht selbst aussät oder wuchert. Lassen Sie die Bergminze ruhig über den Winter stehen und schneiden Sie diese Staude erst im Frühjahr wieder zurück.

 

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Wolfsmilch

Zwar bilden Wolfsmilch-Arten keine auffälligen Blüten aus, dafür aber besonders schöne gelblich-grüne Hochblätter als Blütenersatz. Zudem ist das Laub vieler Arten immergrün und hat damit auch im Winter einen attraktiven Ziereffekt in Ihrem Garten. Die bis 1 Meter hohe Mittelmeerwolfsmilch mit ihrem graugrünen Laub eignet sich vor allem für mediterrane Bepflanzungen im Beet-Hintergrund. Sie blüht genau wie die dunkellaubige mandelblättrige Wolfsmilch bereits im April und Mai. Die bekannteste Wolfsmilch dürfte übrigens der Weihnachtsstern sein, welcher sich hierzulande allerdings nur als Topfpflanze kultivieren lässt. Nach der Blüte schneiden Sie bei den immergrünen Arten der Wolfsmilch (zum Beispiel Mittelmeerwolfsmilch) nur abgeblühte Stiele komplett an der Basis ab. Wolfsmilcharten mit ihrem ausgeprägten Blattschmuck wirken besonders schön in Kombination mit anderen trockenheitsliebenden Stauden, die filigrane Blütenkerzen oder Rispen ausbilden.

Graues Bild

Dreiblattspiere

Wenn Sie eine Staude suchen, die im Gegensatz zu Ihren Kolleginnen auch im Herbst noch einmal richtig Farbe in Ihren Garten bringt, dann schenken Sie der Dreiblattspiere Ihre Aufmerksamkeit. Auch Ihre weißen Blütenrispen im Juni und Juli sind sehenswert, aber erst im Herbst lodert Ihr Laub in warmen Orange und Rot-Tönen des Indian Summers. Ein passender Begleiter wäre dann zum Beispiel die circa 15 Zentimeter hohe Bleiwurz, die sich zur gleichen Zeit mit reinblauen Blüten über feuerrotem Laub schmückt. Dreiblattspieren werden 60 bis 80 Zentimeter hoch. Sie lieben frischen Boden im Halbschatten oder in der Sonne.

Die schönsten Stauden für Ihren Garten warten auf Sie. Egal, für welche Staudenart Sie sich entscheiden: Trauen Sie sich zu kombinieren. Aufgrund Ihrer unterschiedlichen Größen, Formen und Farben haben Sie mit Stauden schier unendliche Möglichkeiten, Ihrem Gartenbeet eine ganz besondere Note zu verleihen.