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Margeritenwiese
© K_Thalhofer / iStockPhoto

Der Klassiker auf der Wiese, die Margerite

Was wäre eine Blumenwiese ohne die charakteristischen weiß gelben Tüpfelchen der Margerite. Sie sieht nicht nur hübsch aus, sondern zieht auch viele Insekten an. Wie die Margerite auch Ihren Garten verschönert und was diese Wiesenblume ausmacht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Vorkommen

Weltweit gibt es 42 Arten der Pflanzengattung Margerite und alle sind in Europa beheimatet. Die meisten Arten sind sehr pflegeleicht und haben wenig Anspruch an ihren Standort oder Boden. So können sie in den verschiedensten Regionen wachsen.
Margeriten auf der Wiese
© emer1940 / iStockPhoto
Margeriten sind pflegeleicht und haben wenig Anspruch an Standort und Boden

Merkmale der Margerite

Margeriten erkennt man sehr gut an ihren großen Köpfen mit den länglichen, meist weißen Blütenblättern und der gelben Mitte. Da sie diese Äußerlichkeiten mit dem Gänseblümchen teilt, wird sie auch teilweise die große Schwester des Gänseblümchens genannt. Diese wachsen an langen, dünnen Stielen. Die fiederschnittigen Blätter sitzen oben direkt am Stängel an, die unteren wachsen an separaten Stielen.

Bevor man sich diese Blume in den Garten holt, sollte man jedoch sichergehen, dass man nicht allergisch auf sie reagiert. Die Pollen können bei Allergikern anschlagen.

Wachstum

Margeriten werden zwischen 50 und 100 Zentimeter hoch und bis 40 Zentimeter breit. Sie wachsen meist horstig und in Gruppen, oft in der Nachbarschaft von Mohn oder Kornblumen. Zwischen Mai und August blüht sie und lockt damit zahlreiche Insekten an.

Anbau

Margeriten wachsen am besten in der Sonne oder im Halbschatten. ebenfalls bietet sich ein windgeschützter Standort an, da die langen Stiele leicht abknicken können. Am besten pflanzt man die Margerite Anfang Mai, da es keine Nachtfröste mehr geben darf. Die Pflanzen setzt man nun ca. 20 Zentimeter tief in die Erde und sollte auch zwischen den Exemplaren einigen Platz lassen, da sie sich sowohl oberirdisch als auch unter der Erde stark ausbreiten.
Biene auf Margerite
© paulfjs / iStockPhoto
Bienen, Hummeln und Schmetterlinge tummeln sich gerne um die Wiesenblume herum
Margeriten im Garten
© Canetti / iStockPhoto

Zwischen Mai und August blühen die Margeriten in großen Einzelblüten

Pflege

Die wasserbedürftigen Pflanzen müssen vor allem im Sommer regelmäßig gegossen werden. Wassermangel wird schnell mit hängenden Köpfen und schlaffen Blättern bestraft. Allerdings darf man es auch nicht übertreiben, Staunässe vertragen die Stauden ebenfalls nicht gut. Außerdem empfiehlt es sich währen der Blütezeit alle zwei bis drei Wochen mäßig zu Düngen und verblühte Pflanzenteile zurückzuschneiden, um die Blühfreude zu erhalten und eine unkontrollierte Selbstaussaat im Garten zu verhindern.

Um die Pflanze zu verjüngen sollte man Margeriten auch alle paar Jahre teilen und und an einem neuen Standort einpflanzen. So haben sie wieder mehr Platz und Energie und können in alter Blüte erstrahlen.

Leider lockt die Wiesenblume gelegentlich Schädlinge an. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig auf Blattläuse, Spinnmilben oder Schneckenbefall. Blattläuse lassen sich natürlich bekämpfen, indem man Marienkäfer oder Florfliegenlarven auf die Blätter setzt. Zum Glück interessieren sich Nacktschnecken nicht für Margeriten, so kann man die Pflanzen einfach händisch von den Schnecken befreien. Bei Staunässe kann es außerdem zu Wurzelfäule und Schimmel kommen.

Auch winterharte Pflanzen sollten im Winter abgedeckt und geschützt werden.

Nutzen

Die Blüten und Knospen der Wiesenmargerite sind essbar und besitzen unter anderem harntreibende und wundheilende Eigenschaften. Im Garten freuen sich vor allem Insekten über die langstieligen Korbblütler. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge tummeln sich alle gerne um die Wiesenblumen herum und ernähren sich von deren Pollen und Nektar. Allerdings sind nicht alle Arten bienenfreundlich, sondern nur die ungefüllten (ohne Blütenblätter in der Mitte). Wer also Wert darauf legt, sollte sich vor dem Kauf individuell informieren.
Margerite
© Marina-Lohrbach / iStockPhoto

Auf den punkt
  • Vorkommen: Europa

  • Wuchs: Staude, 50-100cm hoch, aufrecht, horstbildend

  • Standort: sonnig, halbschattig

  • Boden: durchlässiger Boden

  • Pflege: regelmäßiger Rückschnitt, hoher Wasserbedarf, Dünger, Teilung

  • Blüte: meist weiß, gibt aber auch gelb, rosa, rot

  • Blütezeit: zwischen Mai und August

  • Frucht: nein

  • Winterhart: abhängig von Sorte

  • Mehrjährig: ja

  • Nutzen: Heilpflanze, Zierpflanze, insektenfreundlich

Startbild (vorherige Seite): © emer1940 / iStockPhoto

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