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Feld mit Pfingstrosen
© KatrinNKS / iStockPhoto

Die Pfingstrose – Star zahlreicher Gemälde

Pfingstrosen, auch bekannt als Päonien, gehören zu den beliebtesten und ältesten Gartenpflanzen. Mit ihren prallen und farbenfrohen Blüten begeistern sie nicht nur Gartenliebhaber sondern sind auch Objekt zahlreicher Gemälde. Was diese Schönheit ausmacht und wie Sie sie in ihrem eigenen Garten pflanzen und pflegen, erfahren Sie in diesem Artikel

Vorkommen

Ihren Ursprung hat die Pfingstrose in China. Weltweit gibt es insgesamt 32 verschiedene Pfingstrosenarten, wobei die meisten aus Europa und Asien kommen. Dort treten sie primär an gemäßigten und subtropischen Klimazonen auf. Päonien sind überwiegend in bewaldeten Bergregionen zu finden. Besonders die gemeine Pfingstrose wird in Mitteleuropa kultiviert.
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Pfingstrosen sind traditionell Symbol für Schönheit und Jungfräulichkeit, für Tugendhaftigkeit und sanfte Liebe.

Merkmale der Pfingstrose

Die für ihre Ausdauerkraft bekannten Pflanzen können in zwei Arten unterteilt werden. Die verbreitetste ist die Staudenpfingstrose, Strauchpäonien hingegen sind weniger bekannt. Besonders auffallend sind ihre großen, schalenförmigen Blüten, die Ähnlichkeiten mit denen einer Rose aufweisen. Aus diesem Grund heißen sie auch Pfingstrosen. Anders als der Name jedoch vermuten lässt, gehören sie zu den Hahnenfußgewächsen. Diese erstrahlen meist in Rosa-Rot-Tönen, wobei es auch vereinzelt weiße und gelbe Blüten gibt. Aber auch ihre großen, fiedrigen Blätter sind ein Blickfang.

Wachstum

Stauden-Pfingstrosen erlangen ein Größe zwischen 60 und 100 cm und erinnern in ihrem Wachstum eher an einen Busch. Unter optimalen Bedingungen treibt die Staude aus und bildet viele Knospen. Bekommt die Pflanze allerdings zu wenig Sonne, treiben die Stauden zwar aus, allerdings werden deutlich weniger Blüten gebildet. Im Mai haben die Pflanzen ihre Knospen vollständig ausgebildet, welche kurz drauf von Mai bis Juni blühen. Im Herbst verwelken, wie bei allen Stauden, die oberirdischen Pflanzenteile. Übrig bleiben ein paar Stängel, die Pflanze überwintert schlafend im Wurzelstock.

Anbau

Wer sich an einer schönen Pfingstrose erfreuen will, muss auch ein bisschen Arbeit hineinstecken. Einmal eingesetzt, ist der Aufwand jedoch überschaubar. Der Frühling eignet sich am besten zum Einpflanzen der Päonie. Im Topf oder Container kann sie bis zum Herbst eingepflanzt werden, jedoch bietet sich das nur in milden Regionen an. Die Anschaffung einer Pfingstrose beginnt bei der geeigneten Standortwahl. Ein sonniger, maximal halbschattiger Platz mit mittelschwerem, sandigen Lehmboden, der auch in trockenen Phasen genug Feuchtigkeit abgibt stellt eine ideale Wahl dar. Beachten Sie genug Platz für die Pflanzen einzuplanen, ca. 70 × 70 cm ist für die meisten Sorten genug Fläche. Wichtig ist, die Pflanze nicht zu tief einzusetzen. Es empfiehlt sich ein Pflanzloch von ca. 30 cm Tiefe und Breite zu graben, dieses mit Pflanzenerde aufzufüllen und den Wurzelstock drei bis vier Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche einzusetzen. Auch von einem Umsetzen ist abzuraten, am besten wachsen sie an einem konstanten Standort.
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Die opulente Blütenpracht zaubert freundliche Farbtupfer in den Garten.
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Staudenpfingstrosen mögen es sonnig, sollten aber nicht zu tief gepflanzt werden.

Pflege

Vor allem junge Pflanzen gilt es ausreichen zu bewässern. Je nach Temperaturen und Niederschlag, kann man mal mehr, mal weniger Wasser hinzugeben. Als Orientierung kann man sich merken: Pro Pflanze 5 bis 10 Liter Wasser, zwischen den Gießgängen können Sie einige Tage Abstand lassen, vermeiden Sie auf jeden Fall Staunässe.

Sowohl beim Rückschnitt, als auch beim Düngen gilt es auf ein paar Dinge zu achten. Allgemein kann man vorwegnehmen: Weniger ist mehr. Ein zu starker Rückschnitt raubt der Pflanze ihre Kraft für das nächste Jahr. Idealerweise schneidet man die Pflanze nur im Sommer zurück, wenn die Blüten vertrocknet sind. Dadurch wird die Samenbildung der Pflanze unterbunden und sie steckt keine Energie mehr in die vertrockneten Blüten.

Zum Düngen sind am besten organische Dünger wie Komposterde oder Hornspäne oder Ziergartendünger von Cuxin geeignet. Diesen sollte man eher oberflächlich und nicht zu tief in der Erde auftragen, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. Am besten düngt man die Pflanze im Frühjahr. Nach der Blüte kann die Päonie erneut in kleinerem Maße gedüngt werden. Bei hochwertiger Pflanzenerde muss man Pfingstrosen erst ab dem zweiten Lebensjahr düngen.

Nutzen

Die medizinische Verwendung der Päonie ist bis in die griechische Antike zurückzuführen. Als Naturheilmittel finden Pfingstrosen mittlerweile primär in der Homöopathie Verwendung, beispielsweise in Globuli, Salben und Tropfen. Diese homöopathischen Mittel werden aus den Blüten und Wurzeln hergestellt. Pfingstrosensalbe hilft bei Krankheiten wie Hämorrhoiden, Rheuma oder Akne. Ein Tee aus der Pflanze soll stimmungsaufhellend wirken. Allerdings ist Vorsicht bei der Dosierung geboten, da Pfingstrosen schwach giftig sind und es zu Übelkeit und körperlichem Unwohlsein kommen kann.
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Auf den punkt
  • Vorkommen: Europa, Asien

  • Wuchs: Strauch oder Staude, 60-100cm hoch

  • Standort: sonnig bis halbschattig

  • Boden: sandiger Lehmboden

  • Pflege: wenig Rückschnitt

  • Blüte: rot, rosa, weiß

  • Blütezeit: Anfang Mai - Anfang Juni

  • Frucht: weiß behaarte Balgfrüchte

  • Winterhart: ja

  • Mehrjährig: ja

  • Nutzen: Homöopathie

Startbild (vorherige Seite): © emer1940 / iStockPhoto

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