
Gartenmauer bauen – Planung, Materialien und Bau hochwertiger Gartenmauern
Eine Gartenmauer erfüllt dabei nicht nur eine funktionale Aufgabe. Sie strukturiert Räume, schafft Blickachsen und gibt großen Gärten eine klare architektonische Ordnung. Gerade bei hochwertigen Privatgärten wird die Mauer so zu einem gestalterischen Element, das Technik und Ästhetik miteinander verbindet.
Wer eine Gartenmauer bauen möchte, sollte daher nicht nur an die technische Umsetzung denken, sondern auch an die richtige Planung, das passende Material und eine fachgerechte Ausführung.
Soll die Mauer jedoch Höhenunterschiede im Garten abgrenzen oder sogar einen Hang abfangen, ist deutlich robusteres Material erforderlich. Dann kommen bewährte L-Steine, Vollbeton, Schalungssteine oder Natursteine zum Einsatz. Diese Konstruktionen wiegen – je nach Länge der Mauer – mehrere Tonnen und sind schwer genug, um den Druck des dahinterliegenden Erdreichs, inklusive des darin befindlichen Wassers, aufzunehmen.

Planung einer Gartenmauer – Statik, Genehmigung und Fundament
Fast jede Gartenmauer benötigt ein kräftiges Fundament. Wegen der Frostsicherheit wird in den meisten Bundesländern eine Fundamenttiefe von etwa 80 cm empfohlen. Diese setzt sich in der Regel aus 30 cm gerüttelter Schotterdrainage und 50 cm armiertem Beton zusammen. Das ergibt ein solides Fundament.
Meist erlauben Gemeinden Mauern bis zu einer Höhe von etwa 1 m ohne Genehmigung. Wer darüber hinaus plant, kommt in der Regel um eine Baugenehmigung nicht herum.
Gartenplaner kennen diese Regelungen und statischen Voraussetzungen selbstverständlich genau. Besonders spannend ist jedoch ihre gestalterische Kompetenz – nämlich die integrative Einbindung der Gartenmauer in das Gesamtkonzept des Gartens. Welche Höhen und Längen gliedern die Raumabschnitte des Gartens so, dass Spannung entsteht? Welche Bereiche werden voneinander getrennt oder verbunden? Was befindet sich im Umfeld der Mauer – wird ein Gehweg davor angelegt oder ist die Mauer von Blumenbeeten umgeben? Entstehen vielleicht schattige und abgeschirmte Orte der Ruhe durch die Positionierung der Mauer? Und schließlich: Welches Material passt am besten zur Architektur des Hauses und zum Stil des Gartens?


Materialien für den Gartenmauerbau – Das richtige Material wählen
Der Gartenexperte berät Sie zu den verschiedenen Materialien und findet auch die passenden Farbtöne und Oberflächen, die sich harmonisch in Ihren Garten einfügen und zum Gesamtbild Ihrer Außenanlage passen.

Werkzeuge und Maschinen beim professionellen Gartenmauer bauen
Hinzu kommt eine Reihe kleinerer Werkzeuge wie verschiedene Schlaghämmer, Wasserwaagen in unterschiedlichen Größen, Rührgeräte, Schaufeln und Pickel.
Gartenmauer bauen – Überblick über den Bauablauf

Gartenmauer bauen mit Naturstein – Der aufwendige Klassiker
30 cm des Aushubs werden mit Drainagesplit (zum Beispiel grober Sandstein oder Schiefer) gefüllt. Jeweils 10 bis 15 cm werden eingefüllt und anschließend schichtweise verdichtet. Diese Drainage schützt die Mauer vor Wasserstau und vor gefrierendem Wasser im unteren Fundamentbereich.
Als nächstes wird eine Holzverschalung im Aushub gebaut und mit Schnüren exakt ausgerichtet. Unbedingt muss eine Armierung aus Baustahl eingebracht werden, damit das Fundament später nicht reißt. Je nach Länge des Fundamentgrabens kann unter Umständen so viel Beton benötigt werden, dass ein Betonmischer mit Pumpe erforderlich ist. Der Betonguss wird anschließend mit einer Plane vor starker Sonneneinstrahlung und Witterung geschützt.
Nach rund einer Woche Trocknungszeit ist das Fundament ausreichend belastbar und das eigentliche Mauern kann beginnen. Die unterste Reihe der Mauersteine wird in ein etwa 5 cm hohes Mörtelbett gesetzt.
Anschließend entscheidet die gewünschte Optik: Soll die Mauer trocken gebaut werden – also mit speziellen Klebern verklebt – oder klassisch mit echtem Mörtel und verfugten Fugen ausgeführt werden? Es gilt spezielle Kleber und Mörtel für den Gartenbau zu verwenden, um Stabilitä tzu gewährleisten und Ausblühungen zu vermeiden.
Wichtig bei Mauern, die einen Hang abfangen: Um die Mauer stabil gegen den Druck des Erdreichs zu halten, wird jede neue Steinreihe etwa 1 bis 1,5 cm nach hinten versetzt. Dadurch entsteht eine leichte Neigung von ungefähr 10 Grad gegen den Hang.
Ist die letzte Steinreihe gesetzt, wird nach einer weiteren Trocknungsphase von etwa einer Woche der Hang hinter der Mauer aufgefüllt. Zunächst wird eine Noppenbahn hinter der Mauer angebracht. Sie sorgt für die notwendige Hinterlüftung, damit die Mauer nach Regenfällen regelmäßig abtrocknen kann.
Ein Drainagerohr zur Ableitung von Stauwasser hinter der Mauer ist ebenfalls empfehlenswert. Es sollte an die Kanalisation oder an eine Zysterne angeschlossen werden. Oberhalb des Drainagerohres wird bis etwa 30 cm unter die spätere Oberfläche Drainagesplit eingebracht. Darüber folgen – je nach geplanter Gestaltung – Sand, Erde oder Kies sowie gegebenenfalls Pflasterflächen. Fertig ist die Mauer.

Gartenmauer bauen mit L-Steinen – Schnelle und robuste Lösung
Der Aushub ist aufwendiger als bei einer Natursteinmauer, denn die etwa 1 m breiten Steine reichen auch in die räumliche Tiefe. Der untere Querbalken des „L“ ist meist etwa 1 m lang, sodass der Aushubstreifen ungefähr 1,5 m breit sein muss. Hier muss auf jeden Fall ein Bagger eingesetzt werden.
Das überschüssige Erdreich sollte nicht sofort vollständig abtransportiert werden, da ein Teil davon später beim Auffüllen wiederverwendet werden kann.
L-Steine sind mit einem Kranhaken versehen – dieser wird auch benötigt. Selbst kleinere Exemplare wiegen meist 70 bis 80 kg, größere ein Vielfaches davon. Beim Verlegen werden die L-Steine „nass“, also direkt in ein etwa 30 cm hohes Betonfundament, mit dem Kran gesetzt.
Mit den richtigen Fahrzeugen ist das eine sehr zügige und effiziente Art des Mauerbaus. Nach einigen Tagen Aushärtungszeit des Fundamentes können die L-Steine hinterfüllt werden. In niederschlagsreichen Regionen kann eine zusätzliche Drainage sinnvoll sein.
Vor dem Befüllen sollten die Fugen der L-Steine auf der Rückseite mit einem Abdichtband versehen werden. Dadurch wird verhindert, dass nasses Erdreich in Form von Schlamm durch die Fugen nach vorne austritt.
Wer die L-Steine besonders schützen möchte, kann zusätzlich Regenschutzbleche anbringen. Und wer die Betonoptik nicht mag, kann die L-Steine sogar streichen, verputzen oder mit Naturstein verkleiden lassen.
Fazit: Gartenmauer bauen als anspruchsvolles Gartenbauprojekt

Wer einen Teich im Garten hat oder überlegt sich einen anzuschaffen, dem darf eines nicht fehlen: Seerosen! Die romantischen Blüten auf den schwimmenden Blättern sehen nicht nur schön aus, sondern bieten auch Lebensraum für viele Tiere. Wie Sie diese Märchenpflanze auch in Ihrem Teich ansiedeln können, erfahren Sie in diesem Artikel.
Pfingstrosen, auch bekannt als Päonien, gehören zu den beliebtesten und ältesten Gartenpflanzen. Mit ihren prallen und farbenfrohen Blüten begeistern sie nicht nur Gartenliebhaber sondern sind auch Objekt zahlreicher Gemälde. Was diese Schönheit ausmacht und wie Sie sie in ihrem eigenen Garten pflanzen und pflegen, erfahren Sie in diesem Artikel
Was wäre eine Blumenwiese ohne die charakteristischen weiß gelben Tüpfelchen der Margerite. Sie sieht nicht nur hübsch aus, sondern zieht auch viele Insekten an. Wie die Margerite auch Ihren Garten verschönert und was diese Wiesenblume ausmacht, erfahren Sie in diesem Artikel.
Jeder kennt die mediterrane Pflanze. Ob als Heilpflanze, Duftgeber oder hübschen Strauch im Garten, Lavendel ist allseits beliebt und hat eine Menge zu bieten. Wie Sie diesen Allrounder auch in Ihren Garten bringen und was für Pflege er bedarf, erfahren Sie im folgenden Artikel.