
Wasseranlagen in Ihrem Garten installieren
Was ist vor dem Bau einer Wasseranlage zu beachten?

Planung einer Wasseranlage
Standortwahl
Dabei sollte als erstes der Standort geklärt werden. In den meisten Fällen wird hierbei die tiefste Stelle des Grundstücks verwendet. Bei Teichen sollte man auch auf eine genügende Sonneneinstrahlung Wert legen. Die meisten Teichpflanzen fühlen sich an hellen und warmen Orten wohl und die meisten Menschen schwimmen auch am liebsten in der Sonne. Mehr als 5-6 Sonnenstunden sind allerdings zu vermeiden, da das Wasser sich sonst zu stark erhitzt und eine schnelle Algenbildung die Folge ist. Ebenfalls ist es sinnvoll genug Abstand zu umstehenden Laubbäumen einzuhalten, da abfallende Blätter das Nährstoffgleichgewicht des Teichraums stören können.
Abdichtungsmaterial
Nach geeigneter Standortwahl wird das richtige Abdichtungsmaterial gewählt. Die am häufigsten verwendeten Materialien sind Folie, verstärkter Kunststoff, Ton, Bitumen oder Beton. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften, sowohl optisch als auch funktional, sodass nicht jedes Material für jede Anwendung gleich gut geeignet ist.
Zusätzliche Elemente
Zudem sollte sich Gedanken über weitere Einrichtungen wie Pumpen, Filter und Beleuchtungen gemacht werden. Nicht zu vergessen sind auch Pflanzen. Diese bringen je nach Sorte verschiedene Eigenschaften und Ansprüche mit sich, worauf gegebenenfalls bei der Teich- oder Poolkonstruktion geachtet werden muss.


Folienteich
Hat man den Teich fertig geplant, kann es an den Aushub des Erdlochs gehen. Davor sollte jedoch sichergestellt werden, dass keine Stromleitungen oder Rohre an dieser Stelle unter der Erde verlegt sind.
Hat man dies überprüft wird der Umriss des Teichs markiert und anschließend der Oberboden (20-30 cm Erdschicht) mit einer Schaufel oder Minibagger abgehoben. Nach dieser Schicht kommt die sogenannte Sumpfschicht (10-20 cm). An diesen Stellen wird der Teich später am flachsten sein. Es folgen die Flachwasserzone (20-30 cm) und die Seichtwasserzone (bis 50 cm). Die tatsächliche Tiefwasserzone beginnt erst bei 60 cm und kann bis zu zwei Meter reichen. Achten Sie darauf, dass die Übergänge zwischen den Schichten seicht und nicht zu steil oder stufenartig verlaufen. Kalkulieren Sie bei der Teichtiefe auch spätere Sandschichten ein, da Ausgrabtiefe nicht gleich die spätere Teichtiefe ist.
Der Teichgrund wird nun von Wurzeln und Steinen befreit und anschließend geebnet und mit Folie verdichtet. Eine Sandschicht von 5-10 cm dient als Schutz für die Folie. Bei Bedarf können zusätzlich Geotextvliese angebracht werden. Ist die Folie genügend abgedichtet, kann der Teichboden mit Substrat befüllt und bei Bedarf Teichpflanzen angepflanzt werden.

Algenbekämpfung
Da vor allem in neu angelegten Teichen eine schnelle Algenbildung auftreten kann, ist es empfehlenswert präventive Maßnahmen vorzunehmen. Je größer und tiefer der Teich, desto besser lassen sich Algen regulieren. Um den Teich vor der Sonnenwärme zu schützen, aber dennoch viel Sonnenlicht für die umstehenden Teichpflanzen zu ermöglichen, bieten sich Seerosen an, da sie mit ihren großen Schwimmblättern die Sonne auf der Wasseroberfläche abschirmen.
Viele Nährstoffe im Teich führen auch zu einer Vermehrung von Algen. Dadurch wird der ausbalancierte Ernährungskreislauf gestört, da nun ein Nahrungsüberangebot im Teich herrscht und zu wenige Algen von Teichbewohnern gefressen werden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll nährstoffarmes Substrat wie Sand oder Lehm zu verwenden und abgestorbene Pflanzenteile vor deren Zersetzung aus dem Teich zu entfernen.
Eine schnelle Möglichkeit ist natürlich mit dem Kescher Algen zu entnehmen. Falls die Algenvermehrung nach einer solchen Säuberung fortschreitet, kann man eine Wasseranalyse durchführen auf deren Basis eine effiziente Lösung zur Algenbekämpfung gefunden werden kann.
Bachlauf
Wie auch beim Teich ist der erste Schritt die gewissenhafte Planung. Die wichtigsten Faktoren sind Länge des Laufes, Gefälle und Teichgröße. Der höchste Punkt des Bachlaufes ist der Bachlaufkopf. Von diesem ausgehend fließt Wasser in den Teich und wird mit Hilfe einer Pumpe wieder nach oben gepumpt. Am besten ist ein Quellstein als Bachlaufkopf geeignet, da er die Pumpe versteckt und sich natürlich ins Gesamtbild einfügt.
Das Wasser im Bachlauf sollte weder zu schnell noch zu langsam fließen. Die Fließgeschwindigkeit hängt von Wassermenge, Bachlauflänge und -breite und Schräge des Gefälles ab. Als Faustregel kann man sich merken: zwei Meter Bachlauf pro 1000 Liter Wasser im Teich.
Abstufungen des Bachlaufes und kleine Wassersammelbecken sorgen für eine interessante und abwechslungsreiche Optik und bieten Lebensraum für viele Tiere.


Schwimmteich
Ab einer Größe von 40 m2 können Schwimmteiche angelegt werden. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Swimmingpools sind Schwimmteiche eine natürliche Bademöglichkeit. Sie sind zwar pflegeintensiv und aufgrund des Verzichtes auf Chlor nicht von Algen oder Wasserbewohnern befreit, dafür aber ökologisch und nachhaltig.
Natürliche Gewässer können sich selbst gut reinigen. Da der Schwimmteich künstlich angelegt ist, muss die Selbstreinigung verbessert werden, um eine langfristige Schwimmfreude zu garantieren. Mit Hilfe von Bodenfiltern, Feinfiltern oder Regenerationsbereichen kann eine gesunde und saubere Wasserqualität gewährleistet werden.
Zusätzliche Pumpen sorgen für Bewegung im Wasser, was zu einem balancierten Sauerstoffaustausch führt. Trotz guter Filter und Pumpen ist regelmäßiges Abfischen von Algen unverzichtbar. Zudem sollten die technischen Elemente immer gelegentlich gewartet werden.
Sollten Sie sich einen Schwimmteich zulegen wollen, wird auch eine regelmäßige Wasserprüfung dringend geraten. Die chemische Zusammensetzung sagt viel über die Gesundheit des Teiches aus. Vor allem im Sommer, wenn sich das Wasser erhitzt, steigt die Anfälligkeit für Krankheitserreger im Wasser. Mit Analysen der Wasserqualität wissen Sie so immer Bescheid, wie gesund Ihr Teich ist und können gegebenenfalls frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.

Allgemeine Tipps für Schwimmteiche
- Substrate ohne Phosphat nutzen
- Anliegende Pflanzen im Spätsommer zurückschneiden
- Experten zu Rate ziehen
- Wartungsplan
- Randeinfassungen, bzw. Kapillarsperren installieren
- Schlamm entfernen
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